Beispiel von Wirtschaftsmeldungen aus Balkan Point Querleser Archiv 

2008

Bukarest: Die Jahresinflation in Rumänien betrug 6,57 Prozent für 2007. Dieses ist mehr, als es in der Jahresprognose der Regierung Ende 2006 erwähnt wurde. 

Saraevo: Das Pharmaunternehmen "Bosnalijek" hat im Jahr 2007 Einahmen im Wert von umgerechnet 44 Millionen EUR.  Etwa um 25 Prozent davon wurden durch Export gesichert. Bis Ende 2008 soll der Export etwa 35 Prozent der Einahmen von "Bosnalijek" ausmachen.

Tirana: Die Wiener Uniqa kauft rund 46 Prozent des größten albanischen Versicherungsunternehmen "Sigal", wurde in Tirana bekannt. Nach Ankündigungen, könnte darauf eine Mehrübernahme in den nächsten Jahren folgen.

Bukarest: Nach rumänischen Angaben, erwartet die Regierung in Bukarest 2008 etwa um 2,5 Milliarden EUR an EU-Geldern.

Podgorica: Die Militärfabrik "4. November" in Mojkovac, Montenegro, wird ab Sommer 2008 für die NATO produzieren. Früher gehörte diese Fabrik zum "militärischen Industriekomplex von Jugoslawien" und produziert für die Volksarmee des ehemaligen Jugoslawiens.

Novi Sad: Die Brauerei "MB Pivara" wird in diesem Jahr von Heiniken übernommen. "MB Pivara" gehört zur Firma "Rodic" und soll nun in 2008 verkauft werden. Die Brauerei wurde im Jahr 2003 gegründet und hat mehrere Biersorten auf dem Markt: "Master", MB Premijum" und "MB Pils".

Ljubljana: Slowenien will  49,13 Prozent an  „Telekom Slovenija" verkaufen. In Slowenien wird dieses als ein wichtiger Schritt zur mehr Konkurrenz innerhalb des slowenischen Telefonmarktes gesehen. 

Belgrad: Das serbische Erdölunternehmen "Naftna Industrija Srbije" soll heuer - bis Mitte 2008, privatisiert werden. 

 

2007

 

Belgrad: Der führende serbische Benzin und Mineralölhersteller Naftna Industrija Srbije (NIS) wird wahrscheinlich im Oktober oder November  privatisiert. Dieses haben mehrere Quellen in Belgrad betont. Nach einigen Angeben könnte jedoch nur ein Teil der NIS privatisiert werden. Mehrere ausländische Firmen, darunter auch aus Russland, Zentral- und Westeuropa zeigten bis jetzt Interesse für diese Privatisierung, die zur größten in SOE werden könnte.  

 

Zagreb: Die Inflationsrate betrug im Mai in Kroatien 2.2 %, meldet die staatliche Statistik.  Gleichzeitig ist die Industrieproduktion um 7.7 % gestiegen.  

 

Novi Sad: Autogas wird in Serbien 6 Dinar pro Liter teuerer. Grund dafür ist die Einführung einer neuen Steuer. 

 

Banja Luka: Eine russische Bank will mit ihren Aktivitäten in Bosnien starten. Laut angaben aus der Republika Srpska soll in Banja Luka bald eine russische Bank offiziell mit der Arbeit beginnen. Dieses würde die erste russische Bank in diesem Teil von Europa sein. Zur Zeit sind in allen Ländern in der Region zahlreiche österreichische, deutsche, italienische und griechische Banken aktiv. 

 

Maribor: Endlich ist es dazu gekommen! Die staatliche slowenische Dars hat ein Vertrag mit mehreren slowenischen Firmen über den Bau der Autobahn zwischen Maribor und der Grenze mit Kroatien unterschieben. Seit Jahren warten viele Transitfahrer durch Slowenien auf diese Autobahn, die wahrscheinlich in drei Jahre fertig sein könnte. Denn von der kroatischen Grenze geht ununterbrochen eine Autobahn bis zur serbischen Stadt Nis und die andere bis zur dalmatinischen Stadt Split. Der kleine Abschnitt in Slowenien war jedoch immer eine Problemzone.  

 

Koper: Alpe Adria Magazin ist ein neues Produkt des Styria-Konzern. Es  wird in etwa 50.000 Exemplare gedruckt und in Slowenien, Kroatien, Österreich und Italien verkauft.

 

Ljubljana: Die Brauerei Lasko hat nun neue Anteile an der größten slowenischen Tageszeitung Delo gesichert. Zusammen mit seinen Tochterunternehmen hat sie eine Beteiligung 94,1 % 

 

Banja Luka: Die Börse in Banja Luka meldete in  April ein Umsatz von 51 Millionen EUR. Es sind 0.82 % mehr als in März 2007.

 

Budapest:  Ein  Plan der EU sehe eine Verlegung der Schengengrenze mit 1. Jänner 2008 vor, natürlich wenn alle Bedingungen erfühlt werden. Damit könnten Ungarn und Slowenien, als Nachbarn von Österreich die Position der Außengrenze übernehmen. Dieses würde natürlich auch eine schnellere Reise von Wien nach Budapest mit dem Auto bedeuten.

 

Novo Mesto: Die neue Version des Renault Twingo wird in Novo Mesto produziert. Renault hat noch im ehemaligen Jugoslawien in Slowenien einige Automodelle produziert.

 

Skopje: Die Regierung in Skopje hat beschlossen, einen Teil der Schulden bei der Weltbank und der Europäischen Investitionsbank vorzeitig zurückzuzahlen. Es handelt sich um einen Betrag von etwa 137 Millionen USD.

 

Nis: TV Nis und TV Cacak sollen privatisiert werden. Dieses gab die serbische Privatisierungsbehörde bekannt. TV Nis hat 100 und TV Cacak 49 Mitarbeiter.

Podgorica: Die Firma Vektra aus Montenegro hat 22 Millionen EUR und weitere 64 Millionen als Investition für den Kauf des montenegrinischen Hotelunternehmen Boka angeboten. Damit hat Vektra ein besseres Angebot als die Konkurrenz aus Ungarn und Russland gemacht.

   

Nis: Die serbische Fluggesellschaft JAT fliegt nicht mehr nach / von Nis in die Welt. Obwohl JAT erst vor kurzem die Flüge von Nis ins Ausland, nach Wien und in einige andere Städte eingeführt hat, wurde wegen fast ständig leeren Flugzeugen beschlossen ab sofort keine Flüge mehr durchzuführen.

 

Ljubljana: Das deutsche Handy Unternehmen Debitel hat am 7. Februar sein slowenisches Tochterunternehmen Debitel Telekomunikacije verkauft. Seine 52 Prozent Anteile erwarb der Mitgesellschafter AHC aus Ljubljana, der bereits 36 Prozent der Anteile besitzt. 

 

Pristina: Den Zuschlag für die zweite Handy-Lizenz im Kosovo  erhielt das Kosovo- Konsortium Kosmocel. Das Konsortium hat 81 Mio. EUR angeboten. Insgesamt waren vier Unternehmen im Kampf für die neue Lizenz. 

 

Belgrad: Die Serbische Bahn wird bis Ende des Jahres 2007 rund 600 Wagons erneuern. Dieser Auftrag wurde von heimischen Unternehmen übernommen.  

 

Zagreb: Die österreichische Erste Bank hat vor kurzem ein Kaufvertrag über Kauf von Diners Club Adriatic  (DCA), der kroatischen Firma die eine Lizenz für Diners Karten hat, unterschrieben. Der Kaufpreis soll vom Gewinn des Geschäftsjahres 2006 abhängig sein. DCA wurde im 1969 als erster Kreditkartenanbieter im ehemaligen Jugoslawien gegründet und war seit der Privatisierung Eigentum von mehreren Personen.  

 

Belgrad: JAT tehnika, ein Teil der serbischen Fluggesellschaft JAT hatte im Jahr 2006 eine Einnahme von rund 7 Millionen USD, gab diese Firma bekannt. Etwa 40 Prozent des Umsatzes wurde  durch Geschäfte für ausländische Flugunternehmen gesichert.  

 

Vranje: Nach Informationen von Simpo Vranje, wird dieser bekannter serbischer Möbelhersteller ab Ende 2007 eine neue Fabrik eröffnen, in der Kindermöbel für das schwedische Ikea Unternehmen produziert werden. 

 

Skopje: Mobilkom Austria hat den Zuschlag für das dritte Mobilfunknetz in Mazedonien (Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien – Republik Mazedonien) bekommen. Mobilkom hat für eine zehnjährige Lizenz 10 Mio. EUR angeboten.

 

Sofia: Der bulgarische Softwar Herstelller Fadata wird in Serbien eine eigene Firma gründen. 

 

Zagreb:Kroatien hatte im Jahr 2006 ein Erfolg: 8,6 Millionen Touristen haben im Jahr 2006 Kroatien besucht, und damit zwei Prozent mehr als 2005, gab das Statistische Amt in Zagreb bekannt. Die meisten Touristen waren aus Deutschland (1,5 Millionen), Italien (1,2 Millionen), Slowenien (913.000) und Österreich (790.000).

 

Belgrad: Die Auslandschulden Serbiens betrugen im Jahr 2006 19.6 Milliarden USD. Davon sind nach Belgrader offiziellen Angaben 1.18 Milliarden USD die Schulden von Kosovo.

 

Bukarest - Sofia: Privatpersonen die in Rumänien und Bulgarien Schnaps produzieren, sind nach EU-Beitritt ihrer Länder unzufrieden. Grund: in der EU gibt es eine Steuer auf hausgemachte alkoholische Getränke, die jetzt auch Privatpersonen in Rumänien und Bulgarien zahlen müssen.

 

Belgrad: Auf Poslovna berza, einer neuen Webseite aus Serbien, sind Meldungen über den Kauf / Verkauf von Produkten in Serbien zu finden. Die Webseite ist auf http://www.poslovnaberza.com/

 

Tirana: Das Statistische Bundesamt aus Wiesbaden meldete für 2005 einen Export aus Deutschland nach Albanien im Wert von 114.429 EUR;, während gleichzeitig aus Albanien nach Deutschland Produkte im Wert von 22.853 EUR; importiert wurden.

 

Tirana: Größere ausländische Investitionen in Albanien konzentrieren sich vor allem auf den Bankensektor, Straßenbau und Telekommunikationen. Diese Tendenz wird auch für 2007 erwartet. Es wird in 2007 mit einer Steigerung der ausländischen Investitionen gerechnet, wobei als besonders interessant der Bereich Tourismus in Tirana erwähnt wird.

 

Skopje: Die Privatisierung von TEC Negotina ist sicher für alle Stromhersteller interessant. Der Verkaufpreis beginnt mit 38 Millionen EUR. Angebote können bis 10. Februar 2007 an die mazedonische Regierung geschickt werden. Mehr auf: economy.gov.mk

 

Banja Luka: In der letzten Dezemberwoche 2006 meldete die Börse in Banja Luka einen Umsatz von 12.039.336 KM (etwa sechs Millionen EUR).

 

Banja Luka: Die BIH Raiffeisen Bank hat in Banja Luka Ende Dezember 2006 ein neues Bürohaus auf einer Fläche von m² 3.500 eröffnet. Raiffeisen Bank ist seit 2001 in Banja Luka aktiv und hat über 90.000 Kunden. Der Chef der Regierung der Republika Srpska Milorad Dodik, sowie der  Botschafter der Republik Österreich in BIH Werner Almhofer nahmen bei der Eröffnung teil.

  

2006

 

London: Die Belgrader Firma Comtrade (Komtrejd) geht  2007 auf die Börse in London. Dieses gab der CEO der Firma, Veselin Jevrosimovic, bekannt.

 

Belgrad: Eine Gasleitung soll durch Serbien führen, so die Regierung in Belgrad.  

 

Sofia / Bukarest: Mit zahlreichen Events wird in der Silvesternacht in Sofia und Bukarest, aber auch anderen Städten in Bulgarien und Rumänien die EU Mitgliedschaft gefeiert. Bulgarien und Rumänien sind ab 1.1.2007 EU-Mitglieder.

 

Athen: Laut der griechischen Ministerin für Tourismus, Fani Patralia,  arbeiteten heuer in Griechenland etwa 800.000 Personen direkt oder indirekt im Tourismus. 

 

Sarajevo  : Wie das  Statistische Bundesamt in  Wiesbaden meldete, lag im letzten Jahr (2005) der deutsche Import aus Bosnien bei 275.255 Tsd. EUR, während der Export  528.072 Tsd. EUR betrug.   

 

Belgrad: Die Belgrader Börse meldete in der zweiten Dezember-Woche einen Umsatz von umgerechnet 25 Millionen EUR. Damit waren es 56 % weniger als in der ersten Dezember Woche.  BELEXfm, Index der Belgrader Börse, betrug 1.937,56 Punkte, während BELEX 15 bei 1.639,27 Punkten lag. 

 

Pristina: Eine Autobahn soll Kosovo mit Hafen Durres in Albanien verbinden. Der Bau beginnt  2007 und soll um 400 Millionen EUR kosten. Als Alternativ-Hafen hat das Kosovo, besonders die Hauptstadt Pristina, den Hafen Thessaloniki in Griechenland.  

 

Zagreb: Auf der Messe Zagreb wurde vom 14 bis 23 Dezember 2006 die Weihnachtsmesse organisiert. Das Motto der Messe war  "kaufen wir kroatisch", um die Bevölkerung zu motivieren mehr kroatische Produkte zu kaufen. 

 

Podgorica: Mit einem im Jahr 2004 veröffentlichten "Hinweis für den Import"  forderte die Europäische Kommission, dass die aus Serbien und Montenegro im Rahmen der Präferenzregelung eingeführten Waren auf ihre Ursprungseigenschaft geprüft werden. Dieser Hinweis wurde am 7. 

Dezember 2006  hinsichtlich Serbien aufgehoben, aber in Bezug auf Einfuhren von Waren aus Montenegro aufrechterhalten 

 

Novi Sad: Die Autobahn Novi Sad - Belgrad ist endlich fertig. Nur ein kleiner Teil der Strecke bei der Donaubrücke (etwa 5 km), zusammen mit einer zweiten Donau-Brücke, sowie etwa 6 km vor Novi Sad, müssen noch gebaut werden. Damit wurde 2006 eine Autobahn eröffnet, die eigentlich schon vor 20 Jahre gebaut sein sollte.  

 

Skopje: Mazedonische Weine hatten vor kurzem  einen wichtigen internationalen Erfolg: auf der Schweizer Wein-Ausstellung Expovin Zürich (2. bis 16. November 2006), wurden die mazedonischen Weinen von vielen Gästen  als sehr gut beschrieben.  Wie in Skopje am 6. Dezember der Weinexperte Zlatko Stojanovski betonte, wird zur Zeit über den Export in mehrere Ländern verhandelt.

 

Banja Luka: Telekom Republike Srpske (Bosnien-Herzegovina) wurde am 5 Dezember 2006 an Telekom Srbije verkauft. Preis: 646 Mio. EUR. Damit hat Telekom Srbije mehr als die Konkurrenz, unter anderem Telekom Austria, angeboten.

 

Sofia / Bukarest: Die Börsen in Bulgarien und Rumänien profitierten seit 2005 von dem EU-Beitritt  2007, berichtet die Wirtschaftsgruppe AHL

 

Belgrad: Hotel In - für alle die in Belgrad übernachten möchten, gibt es eine neue Adresse: Hotel In, direkt an der Autobahn in Novi Beograd.

 

Nis: Neue Flugverbindung mit Wien - ab 8 Dezember fliegt die serbische JAT am Montag und Freitag zwischen Nis und Wien. Damit gibt es, nach einer Verbindung mit Zürich und Stuttgart, nun auch eine Flugverbindung zwischen Nis und der österreichischen Hauptstadt. 

 

Zagreb: Laut GfK Kroatien, wie die kroatischen Medien am 10. Dezember meldeten, kaufen die Bürger am liebsten ihre Möbeln in Lesnina (sogar 58 %). Danach kommen Kika mit 21 % und Meblo mit 19 %.  69 % der Möbeln auf dem kroatischen Markt werden importiert. 

 

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