DER LIMES

MARLIES (MARLIS) UND VOJISLAV (VOJO) VUJOVIC

 

 

Limes - Europa Erlesen, Literaturschauplatz, Wieser Verlag, Klagenfurt 

 

 

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Andere zum Buch 

* in der Süddeutschen Zeitung (am 10 März 2009): http://www.sueddeutsche.de/159387/784/2792850/Die-Nabelschnur.html:

 

Die Nabelschnur - Vojo und Marlies Vujovic sind dem Limes quer durch Europa gefolgt und haben dabei jeden Stein umgedreht

 

Haarklein beschreiben Vojo und Marlies Vujovic, wie die alten Römer ihr Reich abgesichert haben vermittels Wällen und Kastellen; wann und wo welche Legion die Grenzbefestigung entlang des Rheins oder der Donau errichtet und ausgebaut hat. Und doch wird sehr schnell klar, dass der Limes weit mehr war als eine militärische Anlage zur Abschirmung. Einer Nabelschnur gleich zog sich der Limes von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer und nährte zahlreiche neu entstandene Provinzen mitsamt ihren Zivilstädten. Mögen aus Sicht des römischen Reiches Nieder- und Obergermanien, Rätien, Pannonien oder Dakien Peripherie gewesen sein - der Limes hat sich gleichwohl zur zentralen Achse des Kontinents ausgewachsen. Er hat Völker nicht nur getrennt, sondern auch verbunden. Die Zivilisation, die sich an seinem Verlauf entwickelt hat, bezeichnen Vojo und Marlies Vujovic als den "Commonwealth der Antike".

Die beiden Autoren haben den Limes akribisch erforscht, beinahe möchte man meinen: Kilometer für Kilometer abgeschritten. Ihr zweibändiges Werk mit der äußeren Anmutung zweier Gebetsbüchlein ist denn auch eine Mischung aus Geschichts- und Reisebericht. Mit einer beinahe buchhalterischen Genauigkeit errichten die Autoren den Grenzwall in der Imagination noch einmal; kein Holz-Erde-Kastell, von dem man zumindest ahnen kann, dass es existiert habe, wird ausgelassen auf dem Weg von Meer zu Meer. Und zur geographischen kommt die zeitliche Dimension - der Verlauf und die Gestalt des Limes haben sich unentwegt verändert, die Legionen, die in den einzelnen Provinzen stationiert waren, wurden immer wieder ausgetauscht. Überdies war die Bedeutung einzelner Städte und Regionen ebenfalls Konjunkturen unterworfen.

 

Den Fluktuationen folgen Vojo und Marlies Vujovic bis in die Gegenwart, wenn auch für die Zeit nach dem Ende des antiken römischen Reichs in großen zeitlichen Sprüngen. Am gegenwärtigen Erscheinungsbild der Limes-Regionen interessiert sie vor allem, was sich aus den römisch dominierten Jahrhunderten erhalten hat. Das sind nicht zuletzt eine ganz Reihe Kuriositäten. In den Turm der Deichkirche im niederländischen Dodewaard am Waal zum Beispiel ist als schmückendes Element der Grabstein eines römischen Veteranen namens Marcus Traianius Gumattius eingemauert. In der Provinz Noricum auf dem Gebiet des heutigen Österreich wurde unter Mark Aurel Virunum als Provinzhauptstadt abgelöst von Ovilava, dem heutigen Wels. Virunum verkam mit der Zeit zum Steinbruch, so sind in die Südfassade der im späten Mittelalter auf dem Zollfeld errichteten Wallfahrtskirche Maria Saal einige römische Reliefs eingemauert. Eines zeigt den der Nächstenliebe unverdächtigen Achill, wie er die Leiche Hektors hinter sich herschleift, ein anderes einen vorchristlichen Lebensbaum. Bei den Bauarbeiten für das Hilton Hotel in Mainz wiederum wurden vor einem Vierteljahrhundert die Überreste von neun römischen Rheinschiffen entdeckt. Ein Bronzeabguss eines dieser Schiffe ist in der Hotelhalle ausgestellt. Im schwäbischen Welzheim hat man Lederschuhe römischer Zivilisten im Schlamm eines Brunnens gefunden und weiß seither etwas besser Bescheid über Machart und auch über den Körperwuchs im zweiten nachchristlichen Jahrhundert: Die Männerschuhe messen Größe 42 bis 44, die Damenschuhe 37 bis 40.

 

Daneben gibt es Überreste, die dem bloßen Augenschein nach kaum einzuordnen sind - ein Fundament hier, ein paar Mauerreste dort. Hier bedarf es im Besonderen der schmucklos gehaltenen Erläuterung durch die Autoren. Das mag in der Vielzahl der Kastelle, Wegmarken und Siedlungen eintönig erscheinen, zeigt aber, wie engmaschig das Netz der römischen Infrastruktur gesponnen war, das in weiten Teilen bis auf den heutigen Tag fortbesteht. Im slowenischen Celje etwa wird nach wie vor die römische Kanalisation benutzt.

 

In Rätien, an der bayerischen Donau also, wurde der Limes im Mittelalter zur Teufelsmauer verklärt. Der Satan habe das imposante und deshalb auch unheimliche Bauwerk geschaffen; und in jeder Christnacht reite er auf ihm durch die Lande, erzählte man sich. Längst haben sich die Menschen von derartigem Aberglauben verabschiedet. Ein gesteigertes Interesse am Limes besteht hierzulande aber erst neuerdings wieder, bestärkt durch die Aufnahme des Limes ins Weltkulturerbe der Unesco im Jahr 2005. Allenthalben werden Nachbauten etwa von Wachtürmen errichtet sowie Museen eröffnet, die sich mit den Römern, aber auch mit deren Nachbarn wie den Kelten befassen; gerade auf diesem Feld zeigt sich, wie die Bedeutung des Limes als Grenzbefestigung in den Hintergrund rückt und er aufgrund des Wegenetzes, das in der Folge seiner Errichtung entstand, immer stärker wahrgenommen wird als integratives Werk. Ausdruck dessen ist auch die Fleißarbeit von Vojo und Marlies Vujovic. STEFAN FISCHER

* Balkan Academic News

http://groups.yahoo.com/group/balkans/message/8399

 

Thede Kahl

 

New book
Vojislav und Marlies Vujović (ed.): Limes - Von der Nordsee bis zum Schwarzen
Meer
EUR 38,85/sfr 66,00
2 vol., 950 p.
ISBN: 978-3-85129-582-5
http://www.derlimes.at/

Zum Buch: Umfassend und reich bebildert wird der römische Limes beschrieben. Die Klammer des zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Limes umfasst die gemeinsamen Wurzeln der gesamteuropäischen Kultur, von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer. Marlies und Vojislav Vujovic haben alle Stationen bereist und lassen die Leserinnen und Leser teilhaben an einer Entdeckungsreise durch Europa und durch die Vergangenheit. In seiner ganzen Fülle wird der Limes mit seinen Provinzen hier vorgestellt, von der Rheinmündung bis zum Donaudelta. Die Beschreibung der Stätten wird ergänzt durch informative Kapitel zur römischen Geschichte, zur Religion und Glauben, Kunst, Wirtschaft und zum Verkehrssystem. Das macht diese Bände zu einem ganz besonderen Begleiter - Reiseführer und Geschichtsbuch, zuverlässigen Wegweiser für unterwegs und Nachschlagewerk für zuhause. Zum
Nachlesen und Nachreisen.

O knjizi: U knjizi je opsan i bogato ilustrovan Rimski limes - granica koja pripada kulturnoj baštini UNESCO, i koja u sebi sadrži korene sveobuhvatne
evropske kulture i civilizacije, od Severnog mora do Crnog mora. Marlies i Vojislav Vujović su tokom godina posetili sve lokalitete, obradili ih i
prepustili čitateljkama i čitaocima da sa knjigom u ruci proputuju kroz Evropu i učestvuju u otkriæu njene prošlosti. Limes je u knjizi prikazan u svoj njegovoj potpunosti sa njegovim provincijama, od ušča reke Rajne do Delte Dunava. Prikaz provincija je obogaæen informativnim poglavljima u kojima su obrađene posebne teme, kao: Istorija Rima i Limes, religija i verovanja, umetnost, privreda i finansije, Saobraćaj, kao i vojni logor, vojska i legionar. Naslov predstavlja svojevrsan priručnik, kulturni vodić i istorijsku knjigu, vodić na putu i za čitanje zanimljivi tekst.

* Norbert Mappes-Niediek

Märkische Allgemeine, 6. August 2009 

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11575135/492531/Eine-Wanderung-entlang-des-Limes-Europas-grosse-Grenze.html

GESCHICHTE: Europas große Grenze

Eine Wanderung entlang des Limes

In Deutschland, haben die Demoskopen festgestellt, ist die Europa-Begeisterung hoch, aber auch klar regional verteilt. Die Grenze zwischen pro-europäischen und den eher euroskeptischen Gebieten verläuft genau entlang des Limes, dem Befestigungswall des römischen Reiches, der bis zur Zeit der Völkerwanderung an Rhein und Donau verlief. „Grenzen im Kopf“ sind, wie man sieht, offenbar sehr haltbar, und das ist ein guter Grund, sich mit ihnen zu beschäftigen. Marlies und Vojislav Vujovic sind den ganzen 3500 Kilometer langen Limes, von Katwijk an der holländischen Küste bis zum Olt-Fluss in Rumänien, abgefahren. Sie tragen historisches, besonders militärgeschichtliches Wissen zusammen, besuchen Museen und Ausgrabungsstätten und zitieren aus den dort (und oft nur dort) erhältlichen regionalen Führern.

Herausgekommen sind zwei reich illustrierte, fakten- und detailreiche Bände, die den historisch interessierten Leser immer wieder auf verfolgenswerte Fährten führen. Mühelos springen die Autoren über Jahrhunderte. Die Darstellung ist kundig, lesbar und leicht fasslich, auch wenn viele Leser mit weniger historischem Wissen in der Fülle der Daten, der Namen und der Beschreibung archäologischer Funde zu ertrinken drohen. Mit Schlussfolgerungen, Betrachtungen, Abschweifungen geizen die Autoren. Seine Gedanken muss der Leser sich schon selber machen. Wer einfach nur schmökern will, kann sich tief ins römische Reich führen lassen und bekommt so vom Geist und vom Funktionieren des Imperiums eine Vorstellung.

Grenzen trennen nicht nur, sie verbinden auch: Das zu zeigen ist der tiefere Sinn der Limes-Reise. Marlies und Vojislav Vujovic sind ein deutsch-serbisches Ehepaar und machen mit ihren Beschreibungen klar, dass schon Colonia Agrippina, das heutige Köln, und Sirmium, das heutige Sremska Mitrovica in Serbien, nicht nur lange Zeit zum selben Reich gehörten, sondern als Grenzstädte viele ähnliche Probleme hatten. Hier der zivilisierte „Populus Romanus“, dort die wilden „Barbaren“ – zwischen diesen ideologischen Polen spielt die ganze europäische Geschichte mit ihren Osterweiterungen, Kolonisierungen, ihren Feldzügen, Blöcken und Eisernen Vorhängen. Europa hat keine Grenze, es ist eine. Im Zeitalter der soundsovielten Osterweiterung ist das eine nützliche Erkenntnis.

Marlies und Vojislav Vujovic: Der Limes. Von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer. 2 Bde. Klagenfurt: Wieser Verlag 2009. 767 Seiten, 38,85 Euro.

*Norbert Mappes-Niediek

 

Das Main-Echo, Aschaffenburg, 30 Juli 2009

http://epaper.main-echo.de/edition-me/data/20090730/pages/POL01STA.9237830.pdf

Ausland / Feuilleton / Buch

Buchrezension

Europas große Grenze

Marlies und Vojislav Vujovic: Der Limes. Von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer. 2 Bde. Klagenfurt: Wieser Verlag 2009. 767 Seiten, 38,85 Euro.

In Deutschland, haben die Demoskopen festgestellt, ist die Europa-Begeisterung hoch, aber auch klar regional verteilt. Die Grenze
zwischen pro-europäischen und den eher euroskeptischen Gebieten verläuft genau entlang des Limes, dem Befestigungswall des römischen Reiches, der bis zur Zeit der Völkerwanderung an Rhein und Donau verlief. „Grenzen im Kopf“ sind, wie man sieht, offenbar sehr haltbar, und das ist ein guter  Grund, sich mit ihnen zu beschäftigen.

Marlies und Vojislav Vujovic sind den ganzen 3.500 Kilometer langen Limes, von Katwijk an der holländischen Küste bis 
Rumänien, abgefahren. Sie tragen historisches, besonders militärgeschichtliches Wissen zusammen, besuchen Museen und
Ausgrabungsstätten und zitieren aus den dort (und oft nur dort) erhältlichen regionalen Führern. Auch in Obernburg waren die Autoren, wo sie statt eines Kastells nur noch eine Inschriftplatte am Uhrturm und die Fundstücke im Heimatmuseum antrafen. Herausgekommen sind zwei reich  illustrierte, fakten- und detailreiche Bände, die den historisch interessierten Leser immer wieder auf verfolgenswerte Fährten führen. Mühelos springen die Autoren über Jahrhunderte. Die Darstellung ist kundig, lesbar und leicht fasslich, auch wenn viele Leser mit weniger historischem Wissen in der Fülle der Daten, der Namen und der Beschreibung archäologischer Funde zu ertrinken drohen. Mit Schlussfolgerungen, Betrachtungen, Abschweifungen geizen die Autoren.
Seine Gedanken muss der Leser sich schon selber machen. Wer einfach nur  schmökern will, kann sich tief ins römische Reich führen lassen und bekommt so vom Geist und vom Funktionieren des Imperiums eine Vorstellung.

Grenzen trennen nicht nur, sie verbinden auch: Das zu zeigen ist der tiefere Sinn der Limes-Reise. Marlies und Vojislav Vujovic sind ein deutsch-serbisches Ehepaar und machen mit ihren Beschreibungen klar, dass schon Colonia Agrippina, das heutige Köln, und Sirmium, das heutige Sremska Mitrovica in Serbien, nicht nur lange Zeit zum selben Reich gehörten, sondern als Grenzstädte viele ähnliche Probleme hatten. Hier der zivilisierte „Populus Romanus“, dort die wilden „Barbaren“ – zwischen den ideologischen Polen spielt die ganze europäische Geschichte  mit ihren Osterweiterungen, Kolonisierungen, ihren Feldzügen, Blöcken  und Eisernen Vorhängen. Europa hat keine Grenze, es ist eine. Im Zeitalter der soundsovielten Osterweiterung ist das eine nützliche Erkenntnis.

 

 

 

 

Der Limes I   - Von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer

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Foto auf dem Einband 1: Hafentempel in Xanten, Deutschland  

Fotos na korici 1. toma: Pristanišni hram u Ksantenu, Nemačka

Der Limes II - Von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer

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Foto auf dem Einband 2: Tropaeum Traiani in Adamclisi, Rumänien  

Fotos na korici 2. toma: Tropaeum Traiani u Adamklisiju, Rumunija

Details - Buch: Limes - Von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer

Vojislav und Marlies Vujović (HG.)

In zwei Bänden zusammen ca. 950 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz,

Lesebändchen, Prägedruck

EUR 38,85/sfr 66,00

 

 

Zum Buch:

Umfassend und reich bebildert wird der römische Limes beschrieben. Die Klammer des zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Limes umfasst die gemeinsamen Wurzeln der gesamteuropäischen Kultur, von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer. Marlies und Vojislav Vujovic haben alle Stationen bereist und lassen die Leserinnen und Leser teilhaben an einer Entdeckungsreise durch Europa und durch die Vergangenheit. In seiner ganzen Fülle wird der Limes mit seinen Provinzen hier vorgestellt, von der Rheinmündung bis zum Donaudelta. Die Beschreibung der Stätten wird ergänzt durch informative Kapitel zur römischen Geschichte, zur Religion und Glauben,  Kunst, Wirtschaft und zum Verkehrssystem. Das macht diese Bände zu einem ganz besonderen Begleiter - Reiseführer und Geschichtsbuch, zuverlässigen Wegweiser für unterwegs und Nachschlagewerk für zuhause. Zum Nachlesen und Nachreisen.

 

 

ISBN: 978-3-85129-582-5

Der Wieser Verlag wird im Rahmen der Kunstförderung des Bundeskanzleramtes unterstützt.
Alle Texte und Bilddaten © Wieser Verlag. Alle Rechte vorbehalten.
Jegliche Reproduktion oder auch teilweise Nutzung ohne schriftliche Genehmigung des Verlages ist untersagt.
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E I N L E I T U N G 

 

 

DER LIMES - Der Kern der europäischen Zivilisation

 

Der römische Limes in Europa: Eine 3.500 Kilometer lange Grenze zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer, die durch Jahrhunderte Völker und Kulturen verbunden, aber auch getrennt hatte.  Das Volk der Latiner, das sich gegen die benachbarten Etrusker oder gegen Einfälle der Kelten zur Wehr setzen musste, war sogar imstande, andere Völker zu verteidigen, wenn diese Hilfe forderten. Dabei wussten die Latiner sehr wohl ihren Vorteil zu nutzen. Rom wurde mächtiger und sein Reich immer größer. Mit den Ländern am Mittelmeer besaß es Reichtümer vergangener Kulturen. Doch es wurde immer schwieriger, einen so großen Raum zu sichern. Aus diesem Grunde führte Konsul Gaius Marius 107–106 v. Chr. eine Heeresreform durch. Nun mussten nicht mehr junge Männer jeweils für einen bevorstehenden Feldzug rekrutiert werden, sondern es gab ein Berufsheer. Die Barbarenvölker im Norden nahmen diese Veränderung aber vorerst nicht wahr, sie sahen in Italien weiterhin ein Gebiet, wo sie leicht reiche Beute machen konnten. Nicht nur die Gallier tauchten als Gegner auf sondern auch germanische Stämme. Von ihren ersten Siegen geblendet, zogen die Ambronen und Teutonen an der ligurischen Küste in Richtung Spanien. Doch Gaius Marius folgte ihnen mit seinen Legionen und schlug 102 v. Chr. bei Aquae Sextiae (Aix-en-Provence) die Ambronen und nur drei Tage später an gleicher Stelle die Teutonen vernichtend. Ein Jahr später besiegte er am rechten Ufer des Flusses Sesia, beim heutigen Ort Vercelli die Kimbern. Mit Cäsars und Augustus Feldzügen entstand ein riesiges Imperium, in dem schätzungsweise 50–70 Millionen Menschen lebten. So war das Reich eine weite, fast unendliche Heimat für viele Völker mit ihren Religionen, Sitten und Sprachen geworden. Die fernen Grenzen gewährten dem Landesinneren einen dauerhaften Frieden, wie es ihn nie zuvor gegeben hatte. Insgesamt 15 Legionen mit Hilfstruppen sicherten den Limes von der Rheinmündung bis zum Donaudelta. Ihre Nachfolger auf dem Thron verfolgten eine ähnliche Politik. Große Feldherren und Staatsmänner wie Claudius, Trajan, Hadrian, Pius, Mark Aurel, Diokletian und Konstantin der Große waren bemüht, stabile Grenzprovinzen zu schaffen und damit der Bevölkerung, besonders in den unmittelbaren Grenzregionen, ein Leben in Ruhe und Frieden zu ermöglichen. Ihre Legionen prägten das Rhein- und Donaugebiet. Im Laufe ihrer Herrschaft versuchten sie in den unwirtlichen Grenzprovinzen die römische Lebensweise heimisch zu machen. Sie entwickelten und förderten Landwirtschaft, Handwerk, Verkehr, Handel, Kultur und Kunst. Einige der dort lebenden Völker wurden schnell romanisiert, andere behielten ihre Eigenständigkeit und Sprache. Doch für sie alle war Latein die Verständigungssprache. Die Stützen des Staates waren die Legionäre, die an den Reichsgrenzen Gräben, Palisaden, Wachttürme, Kastelle und Legionslager errichteten. Waren sie nicht im Kriegseinsatz, dann bauten sie Straßen, Aquädukte, Kanäle, Brücken und machten Gebiete landwirtschaftlich nutzbar. Im Laufe der Zeit bauten die Römer 85.000 Kilometer an Hauptstraßen, die überwiegend als Heerestraßen angelegt worden waren. Verbindungsstraßen einschließlich der Grenzpostenwege vervollständigten das Straßennetz, so dass letztlich alle Städte des Römischen Reiches miteinander verbunden waren. Wollte jemand nach Spanien, Italien, Britannien oder Grichenland reisen, konnte er seine Route unter mehreren Möglichkeiten wählen. Der Reiseführer Itinerarium Antonini Augusti aus der Zeit Caracallas nennt 15 verschiedene Strecken, die aus dem Süden nach Britannien führen. In den Limesprovinzen entstanden Zivilsiedlungen, die mit ihren Palästen, Tempeln, Triumphbögen, Amphitheatern und Denkmälern Zeugnisse der römischen Baukunst waren. Sie beeindruckten die Völker jenseits der Grenze und erweckten Wünsche und Sehnsüchte, nötigten ihnen aber auch Respekt ab. Mehrere dieser Zivilsiedlungen wurden zu Munizipien und Kolonien gemacht. Von Kaiser Tiberius, der Emona (Ljubljana/Slowenien) den Rang Kolonie verlieh, bis einschließlich Kaiser Diokletian hatten in den Grenzprovinzen zwischen Nordsee und Schwarzem Meer 27 Zivilsiedlungen den Rang Kolonie und 56 den Status Munizipium. Doch selbst dieses mächtige Imperium stieß an die Grenzen seiner Möglichkeiten. Gegensätzliche Interessen in dem hochentwickelten Staatsgebilde führten zu bewaffneten Konflikten. So kämpften auf dem Schlachtfeld bei Mursa  (Osijek/Kroatien) Legionäre aus dem Osten gegen ihre Kameraden aus dem Westen. Auf beiden Seiten starben Zehntausende römischer Soldaten. Die gespannten Beziehungen mündeten am Ende des 4. Jahrhunderts in der Teilung des Imperiums: in das Weströmische und das Oströmische Kaiserreich. Es entstanden zwei unabhängige Reiche, die aber beide ihre römische Identität behielten. Gewisse Anzeichen signalisierten noch vor der Reichsteilung einschneidende Veränderungen. Unter dem Druck der Hunnen, die 375 die Wolga überquerten, kam es zu einer Verschiebung der Völker in Richtung Westen. Es begann die große Völkerwanderung. Zu diesem Zeitpunkt erreichte Attila, auch "Geißel Gottes" genannt, Europa. Trotz eines Sieges der Römer und ihrer Bundesgenossen auf den Katalaunischen Feldern über Attila zerfiel einige Jahre später das Weströmische Reich. Bisherige Barbarenvölker bildeten im ehemaligen Limesraum ihre eigenen Reiche. Franken, Burgunder, Westgoten und Ostgoten übernahmen vieles von der römischen Lebensweise, angefangen von den alltäglichen Gebrauchsgegen ständen bis hin zum Rechtssystem und kulturellen Errungenschaften. Schon beim Entstehen dieser neuen Reiche wurde der Grundstein des Feudalismus gelegt. Das Oströmische Kaiserreich trat jedoch die legitime Nachfolge des Römischen Reiches an und erlebte unter Kaiser Justinian seine Blütezeit. Trotz seiner weitgesteckten Kriegszüge vergaß der Kaiser den Balkan nicht. Festungen und Städte wurden renoviert oder neu errichtet. Es ist Justinians Verdienst, dass das gesamte römische Recht in einem großen Werk, dem Codex Justinianus später als corpus iuris civilis bezeichnet, aufgezeichnet wurde. Es war eine umfangreiche Arbeit, die dank ausgezeichneter Juristen unter der Leitung von Tribonianus zügig durchgezogen wurde. Diese Gesetzessammlung hat Jahrhunderte überdauert und ist noch immer der Grundstock des europäischen Rechtssystems. Als aber zu Beginn des 7. Jahrhunderts die Legionen mit ihrem Kaiseranwärter, dem Zenturio Phokas, nach Konstantinopel zogen und die Lager an der Donau unbewacht zurückließen, überschwemmten Slawen und Bulgaren die Gebiete des Ostreiches. Damit verlor der Donaulimes seine Bedeutung. Das Oströmische Kaiserreich ging allmählich im byzantinischen Reich auf. Aber der Limes hat als bautechnische Höchstleistung und durch seine Provinzen bis heute unauslöschliche Spuren hinterlassen.

 

 

VORWORT 

 

 

Die Idee, dass wir uns mit dem Limes beschäftigen, entstand im Mai 1988, als Petar Milošević, Direktor des Museums in Sremska Mitrovica (Serbien), Marlies und Vojislav Vujović anrief und von einem sensationellen Fund erzählte. Bei der Ausgrabungsstätte angekommen, waren wir beeindruckt: Vor uns standen auf einem verhältnismäßig kleinem Raum 70 freigelegte römische Altäre, die dem Gott Jupiter und dem Genius, dem göttlichen Schutzgeist der Stadt Sirmium, geweiht waren. Eine Faszination, die uns auf der Rückfahrt nach Belgrad auf die Idee brachte ein Buch über den Limes, von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer, zu schreiben.

 

Bereits nach wenigen Monaten machten wir uns an die Arbeit,  die nun nach Jahren, einer Unmenge an  Fotos,  über Tausende Kilometer an Autofahrten, aber auch vielen   Kilometern, die wir zu Fuß gelaufen sind, mit dieser Ausgabe beendet wird. Wir hatten uns nicht nur auf die militärische Grenze mit Legionslagern und Kastellen konzentriert, sondern auch auf das Leben in den Grenzprovinzen. Wir fuhren teilweise durch Gegenden, wo im Umkreis von vielen Kilometern keine Menschen anzutreffen waren, obwohl es Gebiete sind, wo zur Zeit der Römer  Städte und Siedlungen  waren. Bei dieser Arbeit benutzten wir umfangreiche Literatur, wobei besonders Publikationen der Ausgrabungsstätten und Museen von großer Hilfe für uns waren. Beim Sammeln des Materials für die Abbildungen erhielten wir Unterstützung von folgenden Museen, denen wir hiermit danken: Museum Het Valkhof  in Nijmegen; Museum in Remagen; Wetterau-Museum in Friedberg; Museum in Eichstätt; Gäubodenmuseum in Straubing; Museum Lauriacum in Enns; Römer Museum, Hoher Markt 3 in Wien; Historické múzeum in  Bratislava; Oblastné podunajské múzeum in  Komárno; Freilichtmuseum der Zivilstadt Aquincum in Budapest; Savaria Múzeum in Szombatheley; Intercisa-Museum in Donaujvaros; Muzej Slavonije in Osijek; Muzej Srema in Sremska Mitrovica; Muzej grada Beograda in Belgrad,  Narodni muzej in Belgrad, Muzej 25. Maj in Belgrad;  Narodni muzej in Požarevac; Istoričeski muzei in Silistra; Gorodsko-istoričeski muzei in Svištov; Arheologičeski muzei in Varna; Musée d’Historie Nationale et d’Archéologie in Constanta; Muzeul Tropaeum Traiani in Adamclisi; Museul d’Historie in Tulcea sowie von dem Schwesterorden der Basilika SS.Quattro Coronati in Rom.

 

Gleichzeitig gilt unser Dank auch Freunden, die uns mit ihren Bemerkungen zum Thema oder mit ihrer Arbeit geholfen haben.  Ein besonderes Dankeschön sagen wir unseren Kindern Violeta mit Stefan und  Oliver, die uns all die Jahre über bei unserem Projekt  unterstützten.

 

Hinweisen möchten wir einerseits auf die Karten mit eingezeichneten zivilen und militärischen Lokalitäten sowie Hauptstraßen vor Beginn des Textes jeder Provinz  und anderseits auf  den Anhang im Band 2:  

 

- Zeittafel, wo alle wichtigen Ereignisse chronologisch geordnet sind, die sich in den Provinzen am Limes von  Konsul Gaius Marius bis Kaiser Phokas,  abgespielt haben. 

 

- Römische Herrscher, eine chronologische Aufzählung der Herrscher von Cäsar bis Phokas mit Namen und offiziellen Namen, Geburtsdatum und Ort, Todestag und Ort und ihrer Regierungszeit (auch als Mitregent oder Usurpator).

 

- Zivilstädte, Namensliste der Städte in den Grenzprovinzen am Limes und in welchem Jahr diese den Status Munizipium oder den Rang Kolonie erhielten. Von der ersten colonia lulia Emona (Slowenien) in der Zeit von Tiberius, bis Munizipium Sopianae (Ungarn) in der Zeit von Diokletian.

 

 

Wir hoffen, dass wir mit unserer Beschreibung der Provinzen,  Lokalitäten und  Lebensweise ihrer Bewohner,  ergänzt durch informative Kapitel, sowie den zahlreichen Abbildungen die Aufmerksamkeit  der Leserinnen und Leser zufrieden stellen können.

Marlies und Vojislav Vujović

 

 

Marlies (Marlis), geboren 1932 in Hamburg (Deutschland), spielte 1954 in der deutschen Basketballmannschaft bei den Europameisterschaften für Frauen in Belgrad. Dort lernte sie Vojislav (Vojo), 1929 in Bar (Montenegro) an der südlichen Adriaküste geboren, kennen, der gerade am Ende seines Jusstudiums war. Während Marlies danach weiterhin im Konstruktionsbüro der Firma IBM in Sindelfingen bei Stuttgart arbeitete, Basketball spielte und im Fotografieren ihr Hobby entdeckte, entschied sich Vojislav seine Karriere nach dem Studium als Diplomat im Außenministerium des damaligen Jugoslawiens fortzusetzen. Als sie fünf Jahre später heirateten, musste Vojislav die diplomatische Karriere aufgrund seiner Ehe mit einer Ausländerin beenden. Die beiden entschieden sich in Belgrad zu wohnen, wo Marlies mit ihren Aufnahmen das Interesse jugoslawischer Verleger erweckt hatte und sich entschied professionell zu arbeiten. Ihre Farbdiapositive wurden von bekannten Verlagshäusern im In- und Ausland in Enzyklopädien, Bildbänden und Reiseführern veröffentlicht. Vojislav startete als Kommentator, war lange Zeit Direktor von Verlagshäusern, Mitglied im Vorstand des  Verlegerverbandes Jugoslawien und Direktor der internationalen Buchmesse in Belgrad sowie  Mitglied der Hauptredaktion der Enzyklopädie Jugoslawien des Verlages JLZ Miroslav Krleža  in Zagreb. Heute arbeitet er als Journalist und Buchautor.  Marlies als Fotografin und Vojislav (Vojo) als Kenner der Geschichte (Antike und  Mittelalter) arbeiten heutzutage mit verschiedenen Verlagshäusern zusammen. Beide sind sie intime Kenner des europäischen Limes und des Balkanraumes.

 

 

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Detalji o knjizi Limes - Od Severnog mora do Crnog mora (Von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer) 

Vojislav i Marlies Vujović (HG.)

U dva toma. Zajedno oko 950 stranica, čvrsti povez, sa trakom za označavanjem stranica, prednjim i zadnjim listom, duboka štampa, nemački jezik.

Cena: EUR 38,85/sfr 66,00

 

O knjizi:

U knjizi je opsan i bogato ilustrovan Rimski limes - granica koja pripada kulturnoj baštini UNESCO, i koja u sebi sadrži korene sveobuhvatne evropske kulture i civilizacije, od Severnog mora do Crnog mora. Marlies i Vojislav Vujović su tokom godina posetili sve lokalitete, obradili ih i  prepustili čitateljkama i čitaocima da sa knjigom u ruci proputuju kroz Evropu i učestvuju u otkriću njene prošlosti. Limes je u knjizi prikazan u svoj njegovoj potpunosti sa njegovim provincijama, od ušća reke Rajne do Delte Dunava. Prikaz provincija je obogaćen informativnim poglavljima u kojima su obrađene posebne teme, kao: Istorija Rima i Limes, religija i verovanja, umetnost, privreda i finansije, Saobraćaj, kao i vojni logor, vojska i legionar. Naslov predstavlja svojevrsan priručnik, kulturni vodič i istorijsku knjigu, vodič na putu i za čitanje zanimljivi tekst.

 

 

ISBN: 978-3-85129-582-5

 

Narudžba preko:

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UVODNA REČ

L I M E S - Koren evropske civilizacije

 

Rimski Limes u Evropi: 3.500 kulometara duga granica između Severnog mora i Crnog mora, koja je kroz stoleća povezivala, ali isto tako i razdvajala narode i kulture. Narod Latina, Rimljani, koji je kroz vekove morao da se brane od supermacije susednih im Etruraca i plačkaških upada Kelta, vremenom je uz svoj sopstveni napor uspeo da prevaziđe takvo stanje. Jačajući, Rimlani uspostavljaju nove odnose. Osim odbrane sopstvene slobode i identiteta, bili su spremni i u mogućnosti da pruže efikasnu vojničku pomoć i da zaštite i druge narode, kada bi im se ombratili za pomoć. Kroz ovakve odnose Rim postaje sve snažniji, država sve prostranija. Svoju moć Rim širi nad celim Sredozemljem, iz kojeg mu pritistižu mnoga materijalna i kulturna dobra. Tvorac svega toga je bila vojska. Ali, to je još uvek bila vojska sastavljena od za jedan ratni pohod regrutovanih mladića, s kojima nije bilo moguće da se trajnije štite interesi i granice Rima. Na scenu je stupio konzul Gaj Marije (Gaius Marius). Poreklom plebejac, ceni domovinu koja mu je omogućila da se uspne na najviši položaj. Uspeva da tokom 107-106. g. pre Hr. izvrši reformu vojske. Umesto nedovoljno uvežbanih mladića, posao ratovanja su preuzeli profesionalni vojnici. Gotovo neshvatljiv prelom za varvarske narode na severu, koji su kroz vekove u Italiji videli područje upada i lake pljačke. Pored Gala, sada su se pojavila i germanska plemena. U pohod su krenuli Ambroni i Tevtonci, koji su se posle prve pobede nad neznatnim rimskim odredom u doloni reke Po usmerili ka Liturgiji i Španiji. Njihovo kretanje je sa svojim legijama u stopu pratio Gaj Marije, i 102. godine kod Akva Sekstije (Aquae Sextiae, Aix-en-Provence) tuče Ambrone i tri dana kasnije, na istom mestu satire Tevtonce, da bi zatim na obali reke Sesije kod današnjeg mesta Verčeli uništio Kimberne.  Sa Cezarovim i Avgustovim pohodima, stvorena je ogromna imperija u kojoj je živelo između 50 i 70 miliona ljudi. Rim je postao ogromna, beskrajna domovina za brojne narode sa njihovim religijama, običajima i jezicima. Udaljena granica, Limes, je obezbeđivala mir u unutrašnjosti zemlje, kakav nikada do tada nije postojao. Stražu duž Limesa, od ušća reke Rajne do delte Dunava je obavljalo 15 legija sa odredima pomoćne vojske. Njihovi naslednici, imperatori, su sledeli istu politiku. Velike vojskovođe i državnici, Klaudije, Trajan, Hadrijan, Pije, Mark Aurel, Dioklecijan i Konstantin Veliki su nastojali da osnaže stabilnost pograničnih provincia i da narodima, posebno onima u pograničnom regionu omoguće miran život, što je bio posao legija. U negostoljubivim pograničnim predelima razvijaju poljoprivredu, zanate, trgovinu, obrazovanje, kulturu i umetnost. Neki starosedelački narodi su bili brzo romanizirani, drugi su održavali svoj identitet i jezik. Ali, za sve njih, latinski je bio jezik međusobnog sporazumevanja. Zaštitnici države su bili Legionari, koji su duž granice podizali nasipe, palisade, stražarske kule, kastele i legijske logore. Kada nisu ratovali, gradili su puteve, akvadukte, kanale, mostove i zemljište prilagođavali poljoprivrednoj proizvodnji. Tokom vremena Rimljani su sagradili 85.000 kilometara glavnih puteva, koji su kao vojni putevi služili i kompletnom saobraćaju. Od graničnog puta koji se protezao duž svih 3.500 kilometara duge granice, sa međusobno povezujućim  putevima stvorena takva putna mreža, da su s njom bila međusobno povezana sva naseljena mesta Imperije. Njihova mreža je bila takva, da ukoliko bi neko nameravao da krene ka Španiji, Italiji, Britaniji ili Grčkoj, bio je u mogućnosti da među različitim putevima odabere za njega najpovoljnu rutu. Putna karta Itinerarium Antonini Augusti iz vremena Karakale je od juga ka Britaniji nudila 15 različitih putnih pravaca.  U provincijama duž Limesa nastaju i razvijaju se civilna naselja, koja sa svojim palatama, hramovima, trijumfalnim prolazima, amfiteatrima i spomenicima su bila svedoci rimskog građevinarstva. Narodima preko granice su pored želje da se domognu njihovog bogatstva istovremen ulivali i respekt. Brojna civilna naselja u pograničnim provincijama su vremenom proglašena za municipije i kolonije. Od Tiberija, koji je Emoni (Ljubljana/Slovenija) dao rang kolonije do Dioklecijana, u pograničnim provincijama između Severnog i Crnog mora je 27 civilnih naselja steklo rang kolonije i 56 status municipije.  I takva, snažna imperija, je vremenom stigla do granice svojih mogućnosti. Suprostavljeni interes u visokorazvijenoj državi su doveli do oružanih konflikata. Na bojnom polju kod Murse (Osijek/Hrvatska) 351. godine su se legionari sa istoka sukobili protivu svojih drugova sa zapada. Na bojnom polju je ostalo da leži 54 hiljade mrtvih rimskih vojnika. Međusobni koflikti su krajem 4. veka doveli do konačne podele Imperije: na Zapadno rimsko carstvo i Istočno rimsko carstvo. Nastala su dva samostalna Carstva, od kojih su i jedno i drugo zadržali rimski identitet. Pre podele, neki znaci su pokazivali da nastupa vreme velikih promena. Pod pritiskom Huna, koji su 375. godine prešli reku Volgu, nastupilo je pomeranje raznih naroda ka zapadu. Otpočela je velika seoba naroda. To je trenutak u kojem je Atila, poznat kao „Bič Božji“ stigao i krstario Evropom. Posle pobede koju su na Katalonskim poljima postigli Rimljani sa pridruženim im saveznicima nad Atilom, dolazi do nestanka Zapadnog rimskog carstva. Doskorašnji varvarski narodi, Franci, Burgduni, Zapadni Goti i Istočni Goti u predelu Limesa obrazuju svoje države, preuzimajući rimski način života, od svakodnevnih odnosa do pravnog sistema i kulturnih institucija. Začet je feudalizam. Istočno rimsko carstvoje je kao legitiman naslednik Rimskog carstva nastavilo da postoji, da bi pod carem Justinijanom doživelo procvat. Pored ratnih pohoda koji su kroz Italiju dopirali do Alpa, Justinian nije zaboravljao Balkan. Obnovljena su ili iznova sagrađena utvrđenja i civilni gradovi. Justinijanu valja zahvaliti što je kompletan rimski pravi sistem sačuvan i objedinjen u jednom velikom delu, codex Justinianus, kasnije nazvanom corpus iurius civilis. Obimnom  poslu na kojem su bili angažovani najpoznatiji pravnici pod rukovodstvom Triboniana. Trajući kroz vedove, njihovo delo je i danas osnova evropskog pravnog sistema. Nastupa kraj. Nezadovoljni legionari su proglasili za imperatora centuriona Foku i krenuli na Konstantinopolis. Logori na Dunavu su ostali napušteni. Sloveni i za njima Bulgari preplavljuju predele širom Balzana, a Istočno rimsko carstvo prerasta u Vizantiju. Međutim, Limes i provincije sa sačuvanim ostacima i dalje govore o svoj veličini Rima.

 

PREDGOVOR

 

Na ideju da se u svome radu posvetimo Limesu, došli smo u mesecu maju 1988. kada je Petar Milošević, direktor Muzeja u Sremskoj Mitrovici (Srbija) pozvao Marlies i Vojislava Vujović da prisustvujemo jedinstvenom otkriću. Našavši se na iskopini ostali smo pod dubokim utiskom. Ispred nas na veoma malom prostoru stajalo je 70 otkopanih rimskih oltara, posvećenih Jupiteru i Geniusu, božanskom zaštitniku grada Sirmiuma. Ono šta smo videli, ostavilo je na na takav utisak, da smo vraćajući se za Beograd, došli na ideju da odustanemo o od rada na provinciji Meziji i Panoniji i da se posvetimo Limesu, od Severnog mora do Crnog mora.

 

Pristupili smo poslu, koji smo posle više godina, uz ogromam broj snimaka, hiljadama kilometara pređenih automobilom, ali i mnogih prepešačenih kilometara, sa ovom knjigom posao priveli kraju. U radu se nismo koncetrisali samo na vojnu granicu sa legijskim logorima i kastelima, već i na život u pograničnim provincijama. Ponekad smo se kretali kroz predele u kojima kilometrima nismo mogli nikoga da sretnemo, iako se radilo o prostoru na kojem su u vreme Rima bili gradovi i naselja. U ovom poslu smo koristili obimnu literaturu, među kojom su nam od velike pomoći bile publikacije sa iskopina i iz muzeja. U sakupljanju materijala i u snimanju imali smo posebno dobru saradnju sa muzejima koje uz zahvalnost navodimo:

 

Museum Het Valkhof, Nijmegen; Museum, Remagen; Wetterau-Museum, Friedberg; Museum, Eichstätt; Gäubodenmuseum, Straubing; Museum Lauriacum, Enns; Römer Museum, Hoher Markt 3, Wien; Historické múzeum, Bratislava; Oblastné podunajské múzeum, Komárno; Freilichtmuseum der Zivilstadt Aquincum, Budapest; Savaria Múzeum, Szombatheley; Intercisa-Museum, Donaujvaros; Muzej Slavonije, Osijek; Muzej Srema, Sremska Mitrovica; Muzej grada Beograda, Beograd;  Narodni muzej, Begrad; Muzej 25. Maj, Begrad;  Narodni muzej, Požarevac; Istoričeski muzei, Silistra; Gorodsko-istoričeski muzei, Svištov; Arheologičeski muzei, Varna; Musée d’Historie Nationale et d’Archéologie, Constanta; Muzeul Tropaeum Traiani, Adamclisi; Museul d’Historie, Tulcea: kao i sestrama Bazilike SS.Quattro Coronati, Rom.

 

Želimo da skrenemo pažnju na karte provincija koje se nalaze ispred svake provincije, na kojima su označeni vojni logori, granična utvrđenja, civilni lokaliteti i glavne saobraćajnice.

 

Vredni pažnje su i indeksi koji se nalaze na kraju 2. knjige, od kojih neki po prvi put obuhvataju kompletan Limes, kao:

 

- Indeks po godinama, u kojem su hronološki navedeni svi značajni događaji koji su se tokom blizu sedam vekova odigravali u provincijama duž Limesa, od vremena konzula Gaja Marija do cara Foke;

 

- Rimski vladari, hronološki pregled vladara od vremena Julija Cezara do Foke. Njihovo ime i oficijelno ime, datum i mesto rođenja, datum i mesto smrti, i vreme vladavine (takođe i kao suvladar ili uzurpator);

 

- Civilni gradovi u provincijama duž Limosa, ime civilnog gradova, popularan naziv i potpuno ofisijelno ime, koje godine i pod kojim imperatorom je stekao status municipije ili rang kolonije. Od prvog grada, colonia lulia Emona (Slovenija) koji je rang kolonije stekao u vreme Tiberija, do municipije Sopianae (Mađarska), koji je taj status stekao pod Dioklecijanom. 

 

Nadamo se da ćemo prezentiranim istorijskim presekom, opisom provincija i njihovih lokaliteta, načinom života stanovnika provincije, tematskim, po nama zanimljivim  poglavljima, kao i brojnim fotografijama koje prate tekst, zadovoljiti interesovanje čitateljki i čitaoca.

 

Marlies i Vojislav Vujović

 

Marlies (Marlis), rođena 1932. u Hamburgu, 1954. je u sastavu Nemačke košarkaške reprezentacije učestvovala na Evropskom šampionatru za žene u Beogradu. Tu je upoznala Vojislava, rođenog 1929. u Baru, na južnoj obali Jadranskog mora, koji je bio na kraju studija prava. Posle susreta, Marlies je nastavila sa poslom u Konstrucionom birou IBM u Sindelfingenu kraj Štutgarda, igrom košarke i fotografijom koju je otkrila kao svoj hobi. Vojislav (Vojo) je nakon studija otpočeo karijeru kao diplomata u Ministarstvu spoljnih poslova tadašnje Jugoslavije. Kada su se nakon pet godina venčali, Vojislav je zbog venčanja sa strankinjom okončao svoju karijeru.  Nastanili su se u Beogradu, gde je Marlies sa svojim snimcima pobudila interesovanje jugoslovenskih izdavačkih kuća, pa je odlučila da se profesionalno posveti fotografiji. Njeni kolor dijapozitivi su korišćeni od poznatih izdavačkih kuća u zemlji i u inostranstvu. Objavljivani su u enciklopedijama, monografijama, kao ilustracije u kulturno-istorijskim knjigama i u kulturnim vodičima. Vojislav je otpočeo kao komentator, da bi duže vreme proveo kao direktor novinsko-izdavačkih preduzeća, bio član Poslovodnog odbora Udruženja izdavača Jugoslavije i istovremeno rukovodilac Međunarodnog sajma knjiga u Beogradu i urednik u  Centralnoj redakciji Enciklopedije Jugoslavije u izdanju Zavoda „Miroslav Krleža“ u Zagrebu. Danas radi kao novinar i autor knjiga.   Marlies kao snimatelj i Vojislav (Vojo) poznavalac istorije (antike i srednjeg veka) su sa takvim temama godinama sarađivali sa različitim izdavačkim kućama. Oboje su dobri poznavaoci evropskog Limesa i područja Balkana.